Was eine GEO-Agentur macht
GEO steht für „Generative Engine Optimization“: die Arbeit daran, in den Antworten generativer KI-Systeme vorzukommen. Für ein Unternehmen mit Ladenlokal, Praxis oder Einzugsgebiet ist das konkreter, als der Begriff klingt. Fragt jemand „Wer ist ein guter Installateur in meiner Stadt?“, sucht ChatGPT nach Bewertungen und Verzeichnissen, zeigt Unternehmenskarten mit Sternen und nennt vier bis fünf Betriebe. Eine GEO-Agentur sorgt dafür, dass Ihr Betrieb in diesen Quellen vollständig, einheitlich und richtig auftaucht.
80–90 % davon ist solides SEO und saubere Datenpflege. Google selbst schreibt, dass Optimierung für generative KI-Suche „still SEO“ sei (Google Search Central, Mai 2026). Neu sind zwei Dinge: Man muss anders messen, weil KI-Antworten schwanken, und man muss wissen, welche Quellen jedes System in Ihrem Land liest. Mehr dazu unter GEO statt SEO? und GEO-Optimierung erklärt.
Was wir in Deutschland, Österreich und der Schweiz gemessen haben
Am 3. Oktober 2026 haben wir ChatGPT, Gemini und dem Google KI-Modus die Fragen von Kunden gestellt, jede mehrfach, und die Antworten gespeichert. Die Stichproben sind klein; die Muster waren trotzdem deutlich.
- Die Sprache ändert die Empfehlung. Für Zahnärzte in Österreich nannte ChatGPT auf Deutsch und auf Englisch je 12 Praxen in fünf Antworten, nur 3 von 21 Praxen kamen in beiden Sprachen vor.
- Die KI-Karte ist Ihr Google-Profil. In Deutschland stimmten Bewertung und Anzahl auf den ChatGPT-Karten bei allen fünf geprüften Zahnarztpraxen exakt mit Google überein, nicht mit Jameda. In sieben europäischen Ländern trugen 0 von 307 Karten das Logo eines anderen Anbieters.
- Verzeichnisse werden öfter zitiert als Websites. In Deutschland und Österreich zitierten die Systeme unter anderem werkenntdenbesten, Das Örtliche, MyHammer, Gelbe Seiten, Herold und DocFinder; für Anwälte die Seite der Rechtsanwaltskammer; in der Schweiz cityhero.ch und local.ch.
- Jedes System hat seine eigene Liste. Bei einem Installateur-Thema überschnitten sich die Listen von ChatGPT und Gemini nur teilweise; der Google KI-Modus nannte einen einzigen Betrieb.
- Fehler entstehen, wo sich Quellen widersprechen. Bei einer Ästhetik-Praxis nannten drei Systeme drei verschiedene Preise. Eine Kanzlei mit allen Angaben auf der eigenen Website wurde dagegen von allen Systemen korrekt beschrieben.
Alle Zahlen und Grenzen der Messung stehen in unserer Studie.
Unsere Arbeit in vier Schritten
- Prüfen. Zwei bis fünf typische Kundenfragen, auf Deutsch und mit Ihrem Ort, mehrfach in ChatGPT, Gemini und Google KI-Modus. Dazu eine Frage zu Ihrem Unternehmen selbst: Stimmen Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Preise, Kassen- oder Privatstatus? Jede Abweichung wird mit Quelle belegt.
- Quellen korrigieren. Google-Unternehmensprofil beanspruchen und vervollständigen, Bing und Apple nachziehen, die zwei bis fünf Verzeichnisse, die KI in Ihrer Branche und Ihrem Land zitiert, angleichen. Überall dieselben Angaben.
- Fragen beantworten. Eine klare Seite pro Leistung: was, für wen, Ablauf, Preisrahmen, Einzugsgebiet, Sprachen. Lesbar ohne JavaScript, mit korrekter maschinenlesbarer Visitenkarte, und im Rahmen von HWG oder Berufsrecht.
- Gleich messen. Jeden Monat dieselben Fragen, dieselben Systeme, mehrere Durchläufe. Sie sehen „in 2 von 5 Antworten genannt“ neben Ihren drei wichtigsten Mitbewerbern, dazu ein Änderungsprotokoll mit allem, was wir getan haben.
So wählen Sie eine GEO-Agentur aus
Diese Fragen sollte jede Agentur beantworten können, bevor Sie unterschreiben, auch wir:
- Wie messen Sie? Wie viele Durchläufe pro Frage, auf welchen Systemen, in welcher Sprache? Ein Screenshot ist keine Messung.
- Welche Quellen liest die KI in meinem Land und meiner Branche? Eine gute Antwort nennt konkrete Verzeichnisse, nicht nur „Content“.
- Was genau tun Sie in den ersten 30 Tagen? Bitten Sie um einen schriftlichen Plan mit Abnahmekriterien.
- Auf wessen Namen laufen die Zugänge? Die richtige Antwort lautet: auf Ihren.
- Wie kann ich kündigen? Monatlich, ohne Mindestlaufzeit, ohne automatische Verlängerung um ein Jahr.
- Kennen Sie die Werberegeln meiner Branche? Für Praxen das Heilmittelwerbegesetz, für Kanzleien das anwaltliche Berufsrecht.
Warnsignale
- „Platz 1 in ChatGPT“. Es gibt keinen festen Platz. In unseren Messungen erschien rund die Hälfte der genannten Betriebe in nur einer von fünf Antworten (44 von 90).
- llms.txt oder „KI-Schema“ als Wundermittel. Eine Auswertung von rund 300.000 Domains fand keinen Zusammenhang zwischen llms.txt und KI-Zitaten (SE Ranking, November 2025); Google nennt llms.txt und spezielles Schema ausdrücklich als nicht nötig.
- Lange Mindestlaufzeit. Zwölf oder 24 Monate für eine Arbeit, deren Wirkung man monatlich messen kann, sind ein schlechtes Zeichen.
- Zugänge auf dem Agenturkonto. Wenn Profil oder Website der Agentur gehören, mieten Sie Ihre Sichtbarkeit nur.
- Gekaufte Bewertungen oder „Bewertungen löschen“ als Paket. Gefälschte Bewertungen verstoßen gegen Googles Richtlinien und können rechtlichen Ärger bringen. Legitime Wege bei unfairen Bewertungen beschreiben wir im Ratgeber zum Google-Unternehmensprofil.
- Unaufgeforderte Anrufe. Wir rufen nicht ungefragt an. Sie bekommen den Befund schriftlich und entscheiden selbst.
Prüfen Sie zuerst, was ChatGPT heute über Sie sagt, kostenlos, ohne Anruf.
HWG, Berufsrecht und Abmahnungen
Viele Betriebe in DACH fürchten weniger die KI als die Abmahnung. Zu Recht: Was eine Agentur auf Ihre Website schreibt, verantworten Sie. Deshalb gilt bei uns:
- Praxen und Ästhetik: Wir formulieren im Rahmen des Heilmittelwerbegesetzes, keine Heilversprechen, keine irreführenden Vergleiche. Der Bundesgerichtshof hat am 31. Juli 2025 entschieden, dass Unterspritzungen mit Hyaluronsäure oder Hyaluronidase an Nase und Kinn als operative plastisch-chirurgische Eingriffe gelten; Vorher-nachher-Werbung dafür ist nach § 11 HWG unzulässig (BGH, I ZR 170/24). Mehr unter Ärzte & Ästhetik.
- Kanzleien: Anwaltliche Werbung muss sachlich bleiben. Wir schreiben Seiten über Rechtsgebiete, Ablauf und Erreichbarkeit, keine reißerischen Superlative. Siehe Anwälte.
- Bewertungen: Wir bitten nur echte Kunden um Bewertungen, ohne Gegenleistung und ohne Vorauswahl. Bei Antworten auf Bewertungen achten Praxen und Kanzleien auf Schweigepflicht und Datenschutz.
Das ist keine Rechtsberatung. Bei Zweifeln stimmen wir Texte mit Ihrer Kammer oder Ihrem Anwalt ab, bevor sie online gehen.
Was eine GEO-Agentur kostet
Öffentliche Preise sind selten. Eine österreichische GEO-Agentur nennt einen Quick-Check für 490 €, ein Audit für 1.500 €, laufende Betreuung für 990–1.900 € im Monat und Monitoring für 290 € im Monat (ithelps, geprüft am 3. Oktober 2026). Unsere Preise, netto zzgl. USt.:
| Leistung | Preis |
|---|---|
| Kostenloser GEO-Check | 0 € |
| Express+ mit Besprechung | 290–490 € |
| Tiefen-Analyse | ab 890 € |
| Umsetzung (ein Standort / mehrere Leistungen oder Standorte) | 2.400–3.200 € / 4.400–6.500 € |
| Monitor (nur Messung) | ab 149 €/Monat |
| Laufende Betreuung | ab 590 €/Monat |
Monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit, alle Zugänge auf Ihren Namen. Die Analyse wird bei Umsetzung innerhalb von 30 Tagen voll angerechnet. Alle Details auf der Preisseite.
Häufige Fragen
Was macht eine GEO-Agentur?
Eine GEO-Agentur sorgt dafür, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini und der Google KI-Modus ein Unternehmen nennen und richtig beschreiben. Für lokale Betriebe heißt das vor allem: Google-Unternehmensprofil, Verzeichnisse und eigene Website in Ordnung bringen und über mehrere Durchläufe messen, wie oft das Unternehmen in den Antworten erscheint.
Kann eine GEO-Agentur garantieren, dass ChatGPT mich empfiehlt?
Nein. KI-Antworten ändern sich von Durchlauf zu Durchlauf; in einer großen US-Studie wiederholten die Systeme bei derselben Frage nur 20–33 % der genannten Betriebe (BrightLocal, September 2026). Wer Plätze garantiert, rät. Seriös ist eine Zusage zur Arbeit selbst, mit Abnahmekriterien und einer identischen Messung vorher und nachher.
Was kostet eine GEO-Agentur?
Eine österreichische GEO-Agentur nennt öffentlich 990–1.900 € im Monat für die laufende Betreuung (ithelps, geprüft am 3. Oktober 2026). Bei uns kostet die Tiefen-Analyse ab 890 €, die laufende Betreuung ab 590 € im Monat, die reine Messung ab 149 € im Monat, jeweils netto zzgl. USt., monatlich kündbar.
Brauche ich eine GEO-Agentur, wenn ich schon eine SEO-Agentur habe?
Nicht unbedingt. Ein großer Teil von GEO ist solides SEO. Fragen Sie Ihre Agentur, ob sie die Antworten von ChatGPT, Gemini und Google KI-Modus mehrfach misst und die Verzeichnisse Ihres Landes prüft. Wenn nicht, kann ein kostenloser GEO-Check die Lücke zeigen.
Arbeiten Sie in Österreich und der Schweiz?
Ja. Wir prüfen auf Deutsch, mit Ihrem Ort, und berücksichtigen die Verzeichnisse, die KI-Systeme im jeweiligen Land zitieren: zum Beispiel Herold in Österreich, local.ch in der Schweiz, Das Örtliche und Gelbe Seiten in Deutschland.
Wem gehören die Profile und Zugänge?
Ihnen. Google-Unternehmensprofil, Verzeichniseinträge, Analyse-Konten und Website laufen auf Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse; wir sind nur als Nutzer eingetragen. Wenn Sie kündigen, behalten Sie alles.
